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Euthanasie

Euthanasie

Das Wort »Euthanasie« ist aus dem Griechischen hergeleitet und bedeutet so viel wie »einen leichten, schönen Tod haben«. Das heißt historisch betrachtet, hat der Begriff »Euthanasie« eine andere Bedeutung als aktive Sterbehilfe. Euthanasie bedeutet »ein guter Tod«. Der Begriff könnte vom Wort her ein Synonym für das sein, was das Anliegen der Hospizbewegung ist. Viele Bewegungen bemühen sich bei Menschen um ein gutes Sterben. Dabei wird von den Mitgliedern der Hospizbewegung immer wieder betont, dass sie aktive Sterbehilfe grundsätzlich ablehnen und in ihrer eigenen Aktivität die entscheidende Alternative zur aktiven Sterbehilfe sehen. Die menschliche Kulturgeschichte ist voll von Zeugnissen und Auseinandersetzungen über die Frage eines guten Todes des Menschen. Namhafte Historiker und Philosophen haben sich für einen angenehmen, vom Arzt herbeigeführten Tod ausgesprochen, noch mehr aber haben eindeutig dagegen Stellung bezogen. In Deutschland wird die Diskussion über die aktive Sterbehilfe mit besonderer Sensibilität geführt. Zum Teil liegt es daran, dass viele Menschen vor und während des letzten Krieges von deutschen Ärzten umgebracht wurden – ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe, einer Diagnose wegen oder weil sie physisch oder psychisch behindert waren.
Die Begriffe Euthanasie und aktive Sterbehilfe werden in der medizinischen Fachliteratur meistens dann verwendet, wenn das Leben eines schwerkranken Patienten durch Injektion von letalen Arzneimitteldosen, meistens eine Kombination von Medikamenten wie Morphin oder Kalium, vom Arzt beendet wird. Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland wie in den meisten westlichen Ländern verboten. Obwohl in der Geschichte die Euthanasie immer wieder als gesellschaftliches Problem auftaucht, wird ihre Legalisierung in der medizinischen Fachwelt fast geschlossen mit der Begründung abgelehnt, dass ihre Konsequenzen nicht zu übersehen sind.

Aktive Sterbehilfe ist verboten und strafbar

Aus juristischer Sicht steht die »Tötung auf Verlangen« bisher in fast allen Ländern prinzipiell unter Strafe. Eine Ausnahme ist der australische Bundesstaat Northern Territory, der 1995 beschloss, dem Arzt in bestimmten Fällen eine Tötung auf Verlangen zu erlauben. Dieser Beschluss wurde 1997 vom australischen Bundesgerichtshof wieder aufgehoben. Eine weitere Ausnahme stellt die rechtliche Lage in den Niederlanden dar, die aktiver Sterbehilfe straffrei stellt, wenn der Fall nach bestimmten Spielregeln abgewickelt wurde (mehr dazu weiter unten). Es wird immer wieder Ärzte geben, die ein geringes Bewusstsein und wenig Kompetenz in medizinischer Ethik besitzen. Besonders diese Ärzte müssen wissen, welche Entscheidungen sie nach dem Gesetz treffen sollten und welche sie nicht treffen sollten, was strafbar ist und was nicht strafbar ist.

Menschen werden vorzeitig sterben

Erfahrungen zeigen, dass die Möglichkeit zur aktiven Sterbehilfe, die eigentlich nur bei sterbenden und schwerst leidenden Patienten angewandt werden darf, auch in Fällen genutzt wird, in denen die Patienten nicht sterbend und nicht schwerst leidend sind. Es darf keine Praxis akzeptiert werden, die dazu führt, dass Menschen getötet werden, die statt aktiver Sterbehilfe eine Hilfe zum Leben benötigt hätten.

Rahmenbedingungen für legale Euthanasie

Voraussetzungen, die die Straffreiheit bei aktiver Sterbehilfe gewährleisten, sind:
1. Dem Arzt muss ein ausdrückliches, freies und beständiges Verlangen des über seinen Zustand vollständig unterrichteten Patienten nach Tötung vorliegen.
2. Es muss die Rede sein von einem untragbaren Leiden des Patienten
3. Der Patient muss sich in einem unheilbaren Zustand befinden.
4. Der Arzt muss einen weiteren, unabhängigen Mediziner zur Rate ziehen.
5. Nur ein behandelnder Arzt, oder ein Arzt der mit diesem gemeinsam beratschlagt hat, darf dem Gesuch des Patienten nach Sterbehilfe Gehör schenken.
6. Auf all sein Handeln muss der Arzt die größtmögliche Sorgfalt legen.
7. Der Arzt hat einen ausführlichen Bericht über den gesamten Fall zu erstatten.

Dieses Verfahren nennt man in den Niederlanden »Meldeprozedur – Euthanasie«. Die Meldeerstattung gilt jedoch ebenso für medizinisch assistierten Suizid sowie für Tötung des Patienten ohne dessen ausdrückliche Bitte.
30.5.06 21:03





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