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Gentechnik

Schafe als Versuchskaninchen

Im Mai 1996 wurde zum ersten Mal bekannt, dass Wissenschaftler des britischen Roslin Institutes in Edinburgh, Schottland ein Schaf geklont hatten. Sie verwendet den neun Tage alte Embyro eines schwangeren Schafes, welcher aus etwa einhundert Zellen bestand. In dem Stadium sind noch alle Zellen gleich gebaut, d.h. es hat noch keine Spezialisierung auf bestimmte Aufgaben stattgefunden. Die Zellen sind totipotent, so dass es für ihre weitere Entwicklung noch alle Möglichkeiten vorhanden sind. Die Wissenschaftler haben dafür gesorgt, dass sich diese Zellen noch weiter vermehrten, so dass es in weniger als einer Woche schon über tausend Zellen gab. Man hat anschließend noch sichergestellt, dass alle Zellen auch wirklich genetisch identisch waren.

Klonen durch Zellkerntransfer

Zur gleichen Zeit hat man anderen Schafen Hormone eingespritzt, so dass sie extrem viele unbefruchtete Eizellen, sogenannte Oozyten, produzierten. Von diesen Oozyten wurde der Zellkern vorsichtig entfernt. Daraus resultierten Eizellen, die keinen Kern hatten und somit auch keine genetischen Informationen speicherten. Durch kleine elektrische Impulse wurde eine Fusion der entkernten Oozyten und der totipotenten Zellen bewirkt, so dass man im Grunde genommen Eizellen mit ausgetauschten Zellkernen hatte.
Dies hatte auch zur Folge, dass die Eizellen nun diploid waren, d.h. so, als wären sie von Sperma befruchtet worden.
Die Eizellen konnten sich nun teilen. Es entstanden neue Embryonen, alle mit den gleichen Erbinformationen.

Die Erfolgsrate

Diese identische Embryonen wurden nun wieder in weibliche Schafe implantiert. Die Schafe dienten als Leihmütter. Von 250 Embryonen überlebten nur fünf bis zur Geburt. In den ersten zehn Tagen starben drei dieser walisischen Bergschafe, zwei überlebten. Diesen zwei überlebenden Schwesterschafen, beide genetisch identisch, gab man die schottischen Namen Morag und Megan. Selbst nach sieben Monaten waren noch beide gesund.
Zwar war die Überlebensrate der Embryonen noch sehr niedrig, doch dies war schon ein recht großer Erfolg. Das Verfahren wurde patentiert. Morag und Megan waren die ersten Schafe, die mit dem Zellkerntransferverfahren geklont wurden. Vor diesem Versuch hatte man mit dieser Methode nur bei niedrigeren Lebewesen wie etwa bei Fröschen Erfolg gehabt.

Der Durchbruch

Die Embryonen wurden Leihmüttern eingepflanzt. Es überlebten vier Schafe, die von Embryozellen abstammten, zwei Schafe, die von Fötuszellen abstammten und schließlich ein Schaf, das von einer Euterzelle abstammte. Durch Tests wurde verifiziert, dass die Schafe von den Spenderschafen abstammten. Das letztgenannte Schaf nannte man Dolly. Dolly ist das erste Lebewesen, das durch Klonen eines erwachsenen Säugetieres entstanden ist.
Dies war ein sensationeller Durchbruch für das Team. Im Februar 1997 wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift »Nature« veröffentlicht. Es folgte sehr viel Anerkennung, aber auch viel Kritik. Die Erfolgsquote beispielsweise ist sehr viel geringer als bei der natürlichen Fortpflanzung.

Ethische Diskussionen

Sehr viel größere Kritik gab es, als auch in den Massenmedien über das Schaf Dolly berichtet wurde. Am wichtigsten war dabei natürlich der ethische Aspekt. Viele Menschen halten das Klonen für ein unerlaubtes Eingreifen in die Natur.
Eine große Rolle spielt dabei die Angst vor dem Klonen von Menschen. Ein großer Teil der Bevölkerung glaubt, dass es bald absolut identische Personen mit identischen Persönlichkeiten geben wird, doch die Menschen sind sich nicht darüber im klaren, dass auch eineiige Zwillinge von der Natur geschaffene Klone sind, und dass sehr vieles durch die Umwelt bestimmt wird. Ob bzw. wann das Klonen von Menschen möglich sein wird, ist momentan nicht ganz sicher. Wie bereits erwähnt sind sich die Wissenschaftler über die genauen biochemischen Prozesse, die zur Reprogrammierung der Euterzelle führten, noch nicht im klaren.

Geklonte Menschen???

Selbst wenn dieser Prozeß nicht bei allen spezialisierten Zellen möglich ist, wäre es aber höchstwahrscheinlich immer noch möglich, sich gezielt bestimmte Zellen eines Menschen auszusuchen, um ihn dann zu klonen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass das Klonen von Menschen schon sehr bald möglich sein wird, manche, wie z.B. der amerikanische Wissenschaftler Dr. Richard Seed, haben sogar bereits ganz konkrete Pläne in dieser Richtung. In einigen Ländern, u.a. auch Deutschland und Großbritannien ist das Klonen von Menschen verboten, doch Wissenschaftler können die nationalen Gesetze ihres Landes sehr einfach umgehen, indem sie ihre Arbeit in das Ausland verlagern. Selbst wenn internationale Vereinbarungen getroffen werden, wird eine vollständige Kontrolle nicht möglich sein.
30.5.06 21:14





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